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New Orleans Dixielandband

New Orleans Dixielandband
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Dukes of Dixieland
www.dukesofdixieland.com

New Orleans

Savoir vivre

am Mississippi, in New Orleans, der Metropole der Südstaaten, rund eine halbe Million Einwohner groß.

City of Jazz

“The Big Easy”, wie sie auch genannt wird, dürfte das Lebensgefühl dieser Stadt treffend charakterisieren. Hier ist der Name Programm.

Französische Siedler unter Jean-Baptiste le Moyne und Sieur de Bienville gründeten 1718 in einem von Gelbfieber verseuchten Sumpfgebiet Nouvelle Orléans am Unterlauf des Mississippi.

Ziel der Franzosen war, mit der kühnen Stadtgründung die Kontrolle über den mächtigsten Strom Nordamerikas, dem Mississippi, zu erlangen, der mit seinen Nebenflüssen als Handelsverbindung bis an die großen Seen im Norden reichte. Für den zu erwartenden Handelsprofit nahmen die Siedler in Kauf, regelmäßig überschwemmt zu werden, das Gebiet der Handelsniederlassung lag schließlich mehr als 1 Meter unter Meeresniveau.

Kurzfristig unter 40-jähriger spanischer Regentschaft änderte sich das Leben der Bewohner erst, als 1803 der dritte US-Präsident, Thomas Jefferson, das Louisiana-Terretorium für 15 Millionen Dollar von den Franzosen kaufte. Über Nacht waren farbige Bürger ihrer Rechte beraubt, Ehen zwischen Weißen und Schwarzen verboten. Bis heute jedoch hat sich die Stadt viel bewahrt von der französischen Lebensart.

Den Tag beginnt man

vorzugsweise mit einem Café au Lait, einem Milchkaffee, zum Beispiel im Café du Mondé.

Café du Mondé

Dazu vielleicht einen “Beignet” - ähnlich dem “Doughnut”, begleitet von der Jazz-Melodie eines Saxophonisten, der schon am frühen Vormittag versucht, ein paar Dollar zu verdienen.

Anschließend geht's gestärkt weiter zum French Market, wo sich Fisch und Meeresfrüchte, Obst und Gemüse stapeln, wo sich zwischen Flohmarktständen Afro-Amerikaner, Kariben, Inder, Franzosen, Deutsche, Kreolen, Cajuns und Touristen tummeln.

Keinenfalls entgehen lassen sollte man sich auch einen Besuch auf einem der Friedhöfe der Stadt, vorzugsweise den St. Louis Cementary No. 1. Da durch den hohen Grundwasserspiegel eine Erdbestattung unmöglich war, errichteten die Bewohner für Ihre Toten kleine Tempel und Häuschen aus Granit und Marmor. Für die ärmere Bevölkerung wurden langgestreckte Bauwerke aus Ziegel geschaffen, wo die Leichen in kleinen Grabkammern nebeneinander und auf mehreren Etagen übereinander ihre letzte Ruhestätte fanden. Ein entzetzter Engländer schrieb bei Ihrem Anblick vor über 100 Jahren einmal: “Sie backen ihre Toten in Öfen, wie sie das Brot backen”.

Ticket Natchez

Hier am St. Louis Cementary No. 1 ist auch die legendäre Voodoo-Priesterin Marie Laveau in einem der Grabhäuschen beigesetzt. Heute noch ist ihre Grabstätte geziert von Kreuzen aus Salz, in Blut getauchte Federn und mystischen Amuletten. Ihr dunkles Handwerk übte die Dame gemeinsam mit Ihrer Tochter Mitte des 19. Jahrhunderts in einem kleinen Haus in der St. Ann Street aus.

Und mit etwas Glück kann man einen Leichenzug beobachten, begleitet von einer Brass-Band.

Wieder zurück durch die Gassen des French Quarters Richtung Mississippi zum Jackson Square, einer Grünfläche mit einer Reiterstatue von General Jackson, der im Krieg zwischen den Vereinigten Staaten und England die Stadt mit einem Haufen bunt zusammengewürfelter Soldaten gegen die Übermacht der Engländer verteidigte. Hier unterhalten Performence-Künstler, Handleser, Straßenmaler, Break-Dancer und natürlich Jazz-Bands für harte Dollars ihre Kundschaft.

Auf der anderen Seite des Platzes erklimmt man die Deichkrone des Mississippi und gelangt so auf die neu gestalteten Uferpromenade und dem Ankerplatz der letzten Mississippi-Raddampfer.

Natchez Jazz Cruises

Eine Fahrt auf dem "Ol' Man River",

dem Mississippi, mit der Natchez, einem Schaufelraddampfer gehört zum Pflichtprogramm jedes Besuchers.

Dukes of Dixieland

Bester Zeitpunkt hierfür ist sicherlich der späte Nachmittag. Ob man sein Dinner schon am Schiff zu sich nimmt oder erst später im French Quarter, gleich wie, man besorge sich einen der alkoholträchtigen Cocktails, zum Beispiel einen Mint-Julip und zum Rythmus der Dukes of Dixieland fährt man hinein in den Sonnenuntergang.

Abends dann ein Bummel durch das “Vieux Carré”, dem Paris Amerikas mit seinen Backsteinhäusern mit den verschnörkelten, schmiedeeisenen Balkonen, Arkadengängen und Patios, die den Zauber des French Quarter ausmachen.

Hauptader des nächtlichen Vergnügens ist die Bourbon Street, wo sich eine Jazzkneipe an die nächste reiht. Ausgelassene Stimmung, Jazz, Dixie, Rhythm and Blues tönen aus den verschiedesten Musikschuppen. Hier, so sagt man, ist der Jazz geboren, entstanden aus den Liedern der schwarzen Plantagenarbeiter.